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20
Okt

“Die Langnasen”: Das Deutschlandbild der Chinesen

Kuan Yu-Chien ist Sinologieprofessor an der Universität Hamburg. Seit 40 Jahren lebt er in Deutschland. Zusammen mit seiner Frau Petra Häring-Kuan hat er das Buch “Die Langnasen” geschrieben, in dem Chinesen über ihre fremdartigen deutschen Freunde erzählen.

China.org.cn: Wieso schrieben Sie ein Buch, in dem es darum geht, was Chinesen über Deutschland denken?

Petra: Ich hatte das schon seit mehreren Jahren vor. Es gibt in Deutschland viele Bücher, in denen Deutsche deutschen Lesern erzählen, was Chinesen denken. In einem geht es sogar darum, was Chinesen von Deutschland und den Deutschen halten. Es gibt aber kein einziges deutsches Buch, in dem Chinesen selber erzählen, was sie von den Deutschen denken. Meiner Meinung nach ist dies nicht richtig. Dies gilt insbesondere nach den deutschen Medienberichten über die Olympischen Spiele 2008 sowie der Hauptgeschichte des Spiegels vor zwei Jahren mit dem Titel “Die gelben Spione”.

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11
Okt

“Das Experiment ist geglückt…”

Josef Krieg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Hätte sich vor zwanzig Jahren ein Kreativ Direktor mit der deutschen Nationalflagge beschäftigt? Undenkbar! 2009 lädt Robert Eysoldt einfach unterschiedlichste Menschen – national und international ein – sich mal ganz persönlich mit seinem Verhältnis zur deutschen Fahne zu beschäftigen. Und das Unverschämte: Sie tuen es. Das Experiment ist geglückt, weil ungewöhnlich, verstörend und überraschend – man staunt, man denkt nach, man lächelt und diskutiert. Mehr soll auch gar nicht sein.”

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03
Okt

Jo Groebel, Medienpsychologe über Farbwerte:

„Flaggen, Symbole, Logos reduzieren die vielfältigen inneren Bilder und Assoziationen, die man mit einem Land verbindet, auf eine einfache visuelle Formel. Nicht zufällig stehen sie für den Stolz, wenn sie an der Spitze eines Aufmarsches voran getragen werden. Genau so reizen sie die Wut, wenn dem durch sie Repräsentierten mit Abneigung begegnet wird. Gerade die Flagge ist in ihrer Einfachheit immer auch Auslöser von Emotionen, lässt sich zum Zusammenhalt aufpflanzen, zur Abkehr verbrennen. Die Sinnzusammenhänge hinter ihren meist abstrakten Farben und Formen erschließen sich dabei kaum einen.
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