Nina Omilian
“Die innerdeutsche Grenze war in meiner sehr westlich geprägten Kindheit in Aachen und Brüssel mehr unsichtbares Phantom denn bedrohliche Realität.
Die Mauern des 21. Jahrhunderts sind nur noch selten aus Beton gemacht. Häufiger bestehen sie aus Angst und Befremdung, aus Unwissenheit. Deutschland weiß aus leidvoller Erfahrung, was passieren kann, wenn aus einer Grenze eine Mauer wird.
Seit ich in Berlin lebe, ist es mir auch daher ein tiefes Bedürfnis geworden, in meiner Kunst Mauern einzureißen, wo ich sie treffe. Mauerfrei können wir 20 Jahre danach einander nun begegnen, mit offenen Herzen, über die Grenzen der Länder und Mauern zwischen den Ohren hinweg.
Darauf freue ich mich.”
Nina Omilian, Oktober 2009
Foto: Frank Rösner


