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Wolfgang Nowak

Wolfgang Nowak “Andere Nationen gehen unbefangener mit ihren Fahnen um als vielleicht  die Generation der Deutschen, der ich angehöre.

In Regimentsmuseen werden in Schreinen die Fahnen aufbewahrt, manchmal befleckt mit dem Blut von stolzen Leutnants, die in den verschiedenen Schlachten, die aufzuzählen mir schwer fällt, sterbend mit ihrem Körper die Fahne geschützt haben. Ihr Leben gaben sie für die Fahne, wie auch Fahnenflüchtige, die vor ihr davon gelaufen waren. Die Fahne flatterte meinen Vorfahren voran, mit der sie in die Schlachten des Ersten Weltkrieges gezogen sind.  Die Hakenkreuzfahne wurde zum Symbol von Vernichtung und Mord.

Im „Stern“ sehen wir mit Fahnen bedeckte Särge Gefallener. Ein kleiner Junge berührt die Flagge, die den Sarg des Vaters bedeckt. Er darf sie mit nach Hause nehmen.

Als Leutnant habe ich vor der Fahne stehend an Rekrutenvereidigungen  teilgenommen. Bei Stabsrahmenübungen habe ich gelernt, was in den Zeiten des Kalten Krieges ein heißer Krieg für die Rekruten bedeutet hätte.

Die Fahne verbirgt den Tod. Ein Heldentod, zu dem die Fahne gehört, will uns suggerieren, man könne ihn sterben und danach weiterleben.

Bei deutschen Politikern ist es seit langem Mode, hinter dem Schreibtisch die  Nationalflagge zu zeigen. Das unbewusste Unbehagen verbirgt man mit einer Europafahne, die man dazu stellt.

Ich bin skeptisch gegenüber dem, was Fahnen verbergen.

Wolfgang Nowak, Oktober 2009

Foto: Frank Rösner und Robert Eysoldt


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Results of the EXPO 2010 photo calls in Shanghai, which have taken place from May 1st to May 3rd at the German Pavilion. Choose your photo or a photo you like and send it to your family and friends!

Ongoing Project

A country’s flag has the ability to invoke a disparate set of sentiments: pride, racism and nostalgia among others. Whether being hoisted up a pole, adorning the clothes and faces of sports enthusiasts or being set alight by racial extremists, a nation’s flag is a powerful, yet polarizing symbol.

For this project, designers and artists are given the task of incorporating the German flag into artworks, thereby using this public object as a medium to illustrate a personal story or point of view.

This is a ongoing project! When you're interested in taking part, please get in touch with us.

Jeremy Traum: “When I was a little kid, I liked to draw German castles.”

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