Roland Meyer De Voltaire
“Ich habe weite Teile meiner Kindheit im Ausland verbracht, und in der Ferne war das Deutsch-sein stets präsent: als 9. jähriger in Moskau von gleichaltrigen auf dem Spielplatz als “Faschisty” betitelt, als Teenager in Peking sich mit Menschen aus aller Herren Länder unterhaltend, immer die Hand am Abzug der Entschuldigung für unsere Kultur.
Ging ich dabei mal zu weit, rief ich Befremdung in meinem Gegenüber hervor…
Wo andere Kulturen klare Struktur vorgeben, ist unsere unperfekt selbstkritisch.
Dadurch haben wir die Freiheit, unsere eigene Suppe auszulöffeln.”
Roland Meyer De Voltaire, 2009
Foto: Frank Rösner / Robert Eysoldt

