Stimmen zum Projekt und zur Ausstellung in Berlin
Lutz Engelke, Triad Berlin:
“Die Ausstellung Farbwerte war ein politisches Statement der besonderen Art. Vordergründig ein Dialog mit Nationalflagge konnte man, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, das gebirgige Gelände der deutschen Identitat erkunden.
Farbwerte hat die Lücke geschlossen, die zwischen dem staatstragenden Pathos von 3.Oktober-Reden und dem leichten seichten Gesäusel vom Sommermärchen 2006 klaffte.
Eine Ausstellung von selbstreflektierenden Deutschen über die Bedeutung von Schwarz Rot Gold im Alltag von Deutschland. Farbwerte bedeutet mehr über Deutschland lernen zu können.”
Josef Krieg, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
“Hätte sich vor zwanzig Jahren ein Kreativ Direktor mit der deutschen Nationalflagge beschäftigt? Undenkbar!
2009 lädt Robert Eysoldt einfach unterschiedlichste Menschen – national und international ein – sich mal ganz persönlich mit seinem Verhältnis zur deutschen Fahne zu beschäftigen. Und das Unverschämte: Sie tuen es.
Das Experiment ist geglückt, weil ungewöhnlich, verstörend und überraschend – man staunt, man denkt nach, man lächelt und diskutiert. Mehr soll auch gar nicht sein.”
Milena Preradovic, N24:
“Gleich vorneweg – mir hat die Ausstellung nicht nur gefallen – ich mochte sie. Und das ist viel im Umfeld so vieler deutscher Fahnen.
Die Bilder haben ein Stück meiner festgetackerten Erziehung aufgebrochen. Und sie haben mir gezeigt, dass eine Fahne nur das ist, was wir aus ihr machen.
PS: ich habe mich dabei ertappt, wie ich so manches Bild angelächelt habe. Oder besser – ich habe zurück gelächelt. Und das kann doch nur was Gutes bedeuten.”


