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Olaf (Gemse) Kretschmar: “Das Nationale neigt nicht nur dazu, überschätzt zu werden…”

Olaf (Gemse) Kretschmar“Schwarz Rot Gold und wir sind ein Volk? Trotzdem und bei aller Glückseeligkeit: Das Nationale neigt nicht nur dazu, überschätzt zu werden, sondern auch als Instrument ganz partikulärer Interessen herhalten zu müssen. Ich misstraue allzu umfassenden Ansprüchen und ihren Gralshütern.

“Natio” – lat. Geburt – heute “Nation Building” steht für einem historischen Prozess, der in unseren Gefilden zwischen 1800 und 1989 relevant war. Zwischendurch ist das mehrfach krass aus dem Ruder gelaufen.

Im deutschen Rahmen haftete dem Projekt stets der Ruch von Willkür an und obendrein war es in der Tat von Anfang an verflochten mit befremdlichen Implikationen. Einer missionarischen Hybris – dem Glauben, was Besseres zu sein – Fatamorgana aus Allmacht, Auserwähltheit und Beglückungssehnsucht. Das ganze Paket mündet schließlich in einer genuinen Fremdenfeindlichkeit, die bis heute in der deutschen Provinz präsent ist.

Diese volkstümliche Eigenheit ist mir zutiefst fremd. Wenn es überhaupt einen solch großkollektiven Zusammenhang geben soll, dann ist er bei mir eher regionaler Natur: sächsische Wurzeln, barock-emotionale Basis plus preussisch liberaler Vernunft.

Meine Nation heißt Berlin. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, Gleichgesinnte zu treffen. In dieser toleranten, rasanten Stadt mit Einflüssen aus aller Herrgotts Länder leben und arbeiten zu können, reicht mir als Bezug völlig aus.”

Olaf (Gemse) Kretschmar (Berlin Music Comission) für Farbwerte, Januar 2010.

Foto: Frank Roesner und Robert Eysoldt
Für die Ausstellung auf Hahnemühle FineArt gedruckt.


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Results of the EXPO 2010 photo calls in Shanghai, which have taken place from May 1st to May 3rd at the German Pavilion. Choose your photo or a photo you like and send it to your family and friends!

Ongoing Project

A country’s flag has the ability to invoke a disparate set of sentiments: pride, racism and nostalgia among others. Whether being hoisted up a pole, adorning the clothes and faces of sports enthusiasts or being set alight by racial extremists, a nation’s flag is a powerful, yet polarizing symbol.

For this project, designers and artists are given the task of incorporating the German flag into artworks, thereby using this public object as a medium to illustrate a personal story or point of view.

This is a ongoing project! When you're interested in taking part, please get in touch with us.

Jeremy Traum: “When I was a little kid, I liked to draw German castles.”

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