Sven Assmann: “Ich wuchs nahe der Grenze zu Luxemburg in Bitburg auf…”
“Ich wuchs nahe der Grenze zu Luxemburg in Bitburg auf. In Luxemburg verdiente man mehr Geld als in der Eifel und Französisch war sozusagen 2. Pflichtsprache, wollte man dort sein professionelles Glück versuchen.
Größeren Reiz auf mich übten aber die US-Airbase und die stationierten Amerikaner aus – unsere „Freunde im Waffenstillstand“. Sie hatten Marshmallows, Skateparks und Lutscher mit Traubengeschmack. „E.T. – The Extra-Terrestrial“ wollte ich unbedingt aussprechen lernen, als der Film 1982 in die Kinos kam, aber ich einigte mich mit dem amerikanischen Sandkastenfreund auf die kürzere Form „E.T.“ Deutschland und sein Sandmännchen erschien mir uncool und rückständig.
Heute ist mein Blick differenzierter geworden.
Cool ist es, sich Freiräume für Kreativität leisten zu können – ohne Existenzängste. Außerdem ist Berlin für mich mindestens genauso lecker wie ein Lutscher mit Traubengeschmack.”
Sven Assmann (interface!berlin) für Farbwerte, Januar 2010.
Foto: Frank Roesner und Robert Eysoldt
Für die Ausstellung auf Hahnemühle FineArt gedruckt.


