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Frank Sippel: “Deutsche haben für mich einen sehr selbstverständlichen Umgang mit Ihren Regeln…”

Frank Sippel“Zu Gast bei Freunden” hiess es 2006, als ich für mein Immobilien- und Kunstprojekt nach und nach Teilzeitberliner wurde. Trotz meiner Deutschen Abstammung habe ich in diesem Land immer wieder kulturelle Unterschiede festgestellt und war erstaunt, dass wir Schweizer diese so stark spüren und dass Deutsche mich ungläubig anstarrten, wenn ich zum Beispiel fragte, was ich mit einer Pfandflasche tun soll.

Deutsche haben für mich einen sehr selbstverständlichen Umgang mit Ihren Regeln und ein sehr selbstsicheres Auftreten. Und doch geht man hier spürbar zurückhaltender um – mit der eigenen Herkunft, mit Traditionen und den Landesfarben (ausser in Bayern). Wir Schweizer sind stolz auf unsere Heimat und zeigen dies mit unserer Fahne gerne. Und ich finde Deutsche dürfen das auch tun.

Ich habe eine kleine Schweiz nach Berlin gebracht und fühlte mich sofort zu Hause. Sie soll inspirieren, anregen und Freude bringen. Wenn dies alle Nationalitäten pflegen würden, wäre unsere Welt viel farbenfroher. Rot und Gold passt besser zu Schwarz als Weiss. Es ist bunter und macht mich zu einem dankbaren Gast, bei wirklichen Freunden.

Frank Sippel (Malzfabrik) für Farbwerte, Januar 2010.

Foto: Frank Roesner
Für die Ausstellung auf Hahnemühle FineArt gedruckt.

Bisherige Kommentare

  1. Das Projekt der Malzfabrik mit ihrem spührbaren Drang, alles und jeden einander näher zu bringen, zeigt in einer Zeit wo Hass und Gewalt enorm zunehmen, dass es noch gute Ideen gibt. Und Menschen, die diese leben und umsetzen.
    Darauf ein bündnerisches “Viva”

  2. Redaktion sagt:

    Immer Ärger mit den Nachbarn
    Artikel im Tagesspiegel von Verena Mayer, Zürich

    Kaum war Ruhe, geht er von vorne los: der Streit ums Geld, das Deutsche vor ihrem Fiskus in der Schweiz verstecken. Dabei wird gedroht, beleidigt, geschmäht. Das freut vor allem die Rechtspopulisten, die nach den Minaretten nun am liebsten die Deutschen verbieten wollen…

    http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Schweiz-Steueraffaere-Rechtspopulisten;art123,3020535

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Results of the EXPO 2010 photo calls in Shanghai, which have taken place from May 1st to May 3rd at the German Pavilion. Choose your photo or a photo you like and send it to your family and friends!

Ongoing Project

A country’s flag has the ability to invoke a disparate set of sentiments: pride, racism and nostalgia among others. Whether being hoisted up a pole, adorning the clothes and faces of sports enthusiasts or being set alight by racial extremists, a nation’s flag is a powerful, yet polarizing symbol.

For this project, designers and artists are given the task of incorporating the German flag into artworks, thereby using this public object as a medium to illustrate a personal story or point of view.

This is a ongoing project! When you're interested in taking part, please get in touch with us.

Jeremy Traum: “When I was a little kid, I liked to draw German castles.”

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