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“Schwarz-Rot-Gold: Das Symbol für die nationale Identität der Deutschen!” von Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg

“Die Frage nach der „nationalen Identität“ wurde zehn Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung plötzlich aktuell, und seitdem hält das öffentliche Interesse mit gewissen Schwankungen an. Der Theologe und frühere DDR-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer ist diesem Phänomen des Zeitgeistes als einer der Ersten exemplarisch gerecht geworden, indem er im November 2001 in Wittenberg die Tagung „Was ist deutsch? Über patriotische Haltungen und nationalistische Verirrungen“ der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt veranstaltete, zu der ich ein Referat über Schwarz-Rot-Gold beitrug.

Im September 2004 erschien „Das Buch der Deutschen“, mit dem – wie auf dem schwarz-rot-gold gestalteten Schutzumschlag angepriesen wird – „erstmals und konkurrenzlos“ der Versuch unternommen worden ist, „einen Kanon der Texte deutscher Identität zusammenzustellen: aus Geschichte und Politik, Literatur, Poesie und Philosophie“; in der „taz“ als „Sonderschulschinken“, in der „Welt“ als „nationalromantisches Ungetüm“ rezensiert.

Von den Publikationen des Jahres 2005 seien nur erwähnt “Wo wir uns finden. Die Berliner Republik als Vaterland“ von Eckhard Fuhr, dem Feuilleton-Chef der „Welt“, und „Das Deutschlandgefühl. Eine Heimatkunde“ von Reinhard Mohr. Rechtzeitig vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 brachte Matthias Matussek, früherer Kulturchef des „Spiegel“, sein Buch „Wir Deutschen. Warum uns die anderen lieben können“ auf den Markt. Es folgte das Psychogramm „Deutschland auf der Couch. Eine Gesellschaft zwischen Stillstand und Leidenschaft“ von Stephan Grünewald.

Vom 2. Juni bis 3. Oktober 2006 war im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg die Ausstellung „Was ist deutsch?“ zu sehen, und im November 2006 publizierte der frühere sächsische Staatsminister Matthias Rößler den Sammelband „Einigkeit und Recht und Freiheit. Deutscher Patriotismus in Europa“, der die überarbeiteten Beiträge einer Ringvorlesung an der Technischen Universität Chemnitz im Wintersemester 2005/2006 mit einschlägigen Literaturhinweisen enthält. Sodann widmeten sich alle Beiträge der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Beilage „Aus Politik und Zeitgeschichte“ vom 2. Januar 2007 den Themen Patriotismus und Nationalismus. Es folgte der von Klaus Wiegrefe und Dietmar Pieper herausgegebene Sammelband „Die Entstehung der Deutschen“, und schließlich legte das Kölner „Rheingold-Institut“ im Auftrag der Düsseldorfer gemeinnützigen Stiftung „Identity Foundation“ zum Tag der Deutschen Einheit 2007 die qualitative Studie „Deutsch-Sein im Alltag“ vor, die an die vorjährige Publikation ihres Geschäftsführers Stephan Grünewald anknüpft.

Nach meiner Wahrnehmung ist die allgemeine Diskussion über die „nationale Identität“ letztlich auf die Aktivitäten der Rechtsextremisten zurückzuführen, die den Versuch unternehmen, den Begriff durch Okkupation seines Inhalts mit ihrem nationalistischen Gedankengut für sich zu vereinnahmen.”

Prolog aus der Broschüre “Schwarz-Rot-Gold: Das Symbol für die nationale Identität der Deutschen!” von Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg.

Die Bedeutung der bundesrepublikanischen Farbkombination “Schwarz-Rot-Gold” wird in der vom brandenburgischen “Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit” kostenlos herausgegebenen.

Schwarz-Rot-Gold: Das Symbol für die nationale Identität der Deutschen! (PDF/Download)


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