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	<title>Farbwerte &#187; Blut</title>
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		<title>Wolfgang Nowak</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 09:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ergebnisse_Protagonisten]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Vernichtung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Andere Nationen gehen unbefangener mit ihren Fahnen um als vielleicht  die Generation der Deutschen, der &#8230; <a href="http://farbwerte.com/2009/10/17/wolfgang-nowak/" title="Wolfgang Nowak weiterlesen">weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-1070 alignleft" title="Wolfgang Nowak " src="http://farbwerte.com/wp-content/uploads/2009/10/Novak_011-Edit.jpg" alt="Wolfgang Nowak " width="330" height="444" /><strong>&#8220;Andere Nationen gehen unbefangener mit ihren Fahnen um als vielleicht  die Generation der Deutschen, der ich angehöre.</strong></p>
<p><strong>In Regimentsmuseen werden in Schreinen die Fahnen aufbewahrt, manchmal befleckt mit dem Blut von stolzen Leutnants, die in den verschiedenen Schlachten, die aufzuzählen mir schwer fällt, sterbend mit ihrem Körper die Fahne geschützt haben. Ihr Leben gaben sie für die Fahne, wie auch Fahnenflüchtige, die vor ihr davon gelaufen waren. Die Fahne flatterte meinen Vorfahren voran, mit der sie in die Schlachten des Ersten Weltkrieges gezogen sind.  Die Hakenkreuzfahne wurde zum Symbol von Vernichtung und Mord.</strong></p>
<p><strong>Im „Stern“ sehen wir mit Fahnen bedeckte Särge Gefallener. Ein kleiner Junge berührt die Flagge, die den Sarg des Vaters bedeckt. Er darf sie mit nach Hause nehmen.</strong></p>
<p><strong>Als Leutnant habe ich vor der Fahne stehend an Rekrutenvereidigungen  teilgenommen. Bei Stabsrahmenübungen habe ich gelernt, was in den Zeiten des Kalten Krieges ein heißer Krieg für die Rekruten bedeutet hätte.</strong></p>
<p><strong>Die Fahne verbirgt den Tod. Ein Heldentod, zu dem die Fahne gehört, will uns suggerieren, man könne ihn sterben und danach weiterleben.</strong></p>
<p><strong>Bei deutschen Politikern ist es seit langem Mode, hinter dem Schreibtisch die  Nationalflagge zu zeigen. Das unbewusste Unbehagen verbirgt man mit einer Europafahne, die man dazu stellt.</strong></p>
<p><strong>Ich bin skeptisch gegenüber dem, was Fahnen verbergen.</strong> <strong>&#8221; </strong></p>
<p><strong>Wolfgang Nowak, Oktober 2009</strong></p>
<p>Foto: Frank Rösner und Robert Eysoldt</p>
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		<title>Jo Groebel</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 17:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ergebnisse_Protagonisten]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;SCHWARZ für die Melancholie unseres Wesens.
ROT für das von uns und an uns vergossene Blut.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-922 alignleft" title="Jo Groebel" src="http://farbwerte.com/wp-content/uploads/2009/10/Jo_028-Edit-2.jpg" alt="Jo Groebel" width="330" height="444" /><strong>&#8220;SCHWARZ für die Melancholie unseres Wesens.</strong></p>
<p><strong>ROT für das von uns und an uns vergossene Blut.</strong></p>
<p><strong>GOLD für das Erhebende unserer Kultur, das die anderen Farben überstrahlt.&#8221;</strong></p>
<p><strong>Jo Groebel, Oktober 2009<br />
</strong></p>
<p>Foto: Frank Rösner und Robert Eysoldt<strong><br />
</strong></p>
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		<title>&#8220;Am schlimmsten sind immer die, die sich selbst nicht lieben.&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 22:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Teaser]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[
Unter den 100 Exponaten und Fotografien sind auch ca. 25 Portraits für die Ausstellung entstanden. &#8230; <a href="http://farbwerte.com/2009/10/04/am-schlimmsten-sind-immer-die-die-sich-selbst-nicht-lieben/" title="&#8220;Am schlimmsten sind immer die, die sich selbst nicht lieben.&#8221; weiterlesen">weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://farbwerte.com/wp-content/uploads/2009/10/ishot-50-1.jpg" rel="lightbox[705]"><img class="aligncenter size-full wp-image-704" title="Farbwerte - Portraits" src="http://farbwerte.com/wp-content/uploads/2009/10/ishot-50-1.jpg" alt="Farbwerte - Portraits" width="660" height="220" /></a></p>
<p>Unter den 100 Exponaten und Fotografien sind auch ca. 25 Portraits für die Ausstellung entstanden. Auch diese Fotografien mit einem Format von 2,0 Meter x 1,6 Meter werden gemeinsam mit einem Text ausgestellt.</p>
<p>Tim Renner:</p>
<blockquote><p>&#8220;Am schlimmsten sind immer die, die sich selbst nicht lieben. Denn wer die eigene Wirklichkeit ablehnt, dem wird es erst recht nicht gelingen, andere in ihrer zu akzeptieren.</p>
<p>Deutschland hatte jeden Grund nach dem zweiten Weltkrieg und dem Dritten Reich, mit sich selbst zu hadern.  Aus den Lehren des selbstverursachten Schreckens der Vergangenheit wurde aber kein Selbstverständnis für die Gegenwart entwickelt. Als man sich im Rahmen der WM 2006 in die eigene, saubere (die Schwarz-Rot-Gold war das mit das Erste was die Nazis abgeschafft und verboten hatten) Fahne wickelte, atmete die Welt auf. Ein wiedererlangtes, deutsches Selbstverständnis lässt alle – auch mich – endlich ruhig schlafen!&#8221;</p></blockquote>
<p>Sebastian Peichl:</p>
<blockquote><p>&#8220;September 1991. Ich sitze im Café des alten Hotels Esplanade, der Potsdamer Platz ist noch Brachland. Den Todesstreifen vor Augen. Der Prunksaal überrascht und erinnert mich an das Wiener Café Central: ein bisserl Imperial – der Kaffee jedoch indiskutabel.</p>
<p>Ich bestelle eine Suppe und bitte die Kellnerin um eine Semmel. Was? Auf meine erneute Frage nach einem Brötchen (den Begriff kannte ich aus München) schüttelt die resolute Dame nur den Kopf: „Schrippe heeßtet hier!“ Das lasse ich mir nicht bieten und entgegne ebenso barsch „Gnädige Frau, das können Sie mir auch freundlicher sagen!“, was ein verschmitztes, reizendes Lächeln das zur Folge hat.</p>
<p>Fortan ist mir klar: mit die Berliner Schnauze kann ich mit meiner Wiener Goschn problemlos mithalten. Es war gar der Beginn einer leidenschaftlichen Beziehung eines Wieners in Berlin, die mittlerweile schon 18 Jahre hält.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jo Gröbel:</p>
<blockquote><p>&#8220;SCHWARZ für die Melancholie unseres Wesens.<br />
ROT für das von uns und an uns vergossene Blut.<br />
GOLD für das Erhebende unserer Kultur, das die anderen Farben überstrahlt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Anna Reynolds:</p>
<blockquote><p>&#8220;Deutschland! Das erste Mal als ich Dir begegnete war ich sehr skeptisch. Ich war erst 15 oder 16 Jahre alt und besuchte Dich, weil mein Onkel mit mir einen Ausflug machen wollte, um mich aufzumuntern. Wir liefen eine lange Einkaufsstraße entlang und mir ist aufgefallen wie unaufmerksam Du bist. Da ich extrem detailverliebt bin, störte es mich schon, dass die Blicke, die ich von Dir spürte, aus allen Richtungen kamen, nur kam es bei keinem einzigen Blick zu einem Augenkontakt, so als würdest Du das vermeiden wollen. Egal wie ich mich bemühte Blickkontakt mit Dir aufzunehmen, kein einziges Mal gelang es mir.</p>
<p>Ich fühlte von Dir angezogen, als wir uns zum zweiten Mal begegneten. Es war auf Anhieb eine stürmische Liebe. Wir konnten die Finger nicht von einander lassen, aber schnell durchschaute ich Dich, und deine Unsicherheiten traten immer mehr in den Vordergrund.&#8221;</p></blockquote>
<p>Fotos: Frank Rösner / Robert Eysoldt</p>
<p><a href="http://www.contentsphere.de/serendipity/archives/53-Farbwerte-Lohnenswerte-Perspektiven-auf-SchwarzRotGold.html#extended" target="_blank">Wolfgang Senges auf Content Sphere über die Ausstellung.</a></p>
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